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Aufstehen +++ Wollankstraße +++ Straßenfeger +++ KuBiz Weißensee +++ Die Litfaßsäule ;)



 

Liebe Lesende,

 

eine sehr traurige Nachricht an erster Stelle: Jens-Holger Kirchner, für mich und einige andere auch einfach Nilson, ist am Wochenende gestorben. Er war ein Kämpfer, hat sich gegen den Krebs über viele Jahre gewehrt - und dabei geliebt, gelebt und geackert. Was jetzt alle sagen und schreiben, zu Recht: Nilson war über die Parteigrenzen hinweg, insbesondere in Pankow, sehr geschätzt. Als ein Unikat mit Berliner Schnauze, zugewandt, mit anpackenden Politikstil. Nilson hat Pankow seinen Stempel aufgedrückt, und nicht minder Berlin. Stadtentwicklung, öffentliche Ordnung, Verkehrswende - er nahm die Themen und machte Tempo. Mit einem Schmunzeln um die Lippen, und einer für den einen oder anderen sicher auch mal sehr klaren Wortwahl. Stadtrat, Vizebürgermeister, Berliner Staatssekretär, in den letzten Jahren im Roten Rathaus. Für mich war er ein Freund - zuverlässig, neudeutsch „stabil“, offen und klar, geschickt, unglaublich vernetzt, aufmerksam, warmherzig. Kein Problem, zu dem er nicht einen schlauen Gedanken hatte - oder einen auf schlaue Gedanken brachte - oder einfach nur einen Kontakt herstellte. Nilson hat mich auf seine Weise geprägt, und das nicht zu knapp, seitdem wir vor über zwei Jahrzehnten in einem Ausschuss der Pankower Bezirksverordnetenversammlung über Pankower Märkte oder ein Life Science Center mit den anderen Parteien gerungen haben. Auch damals schon dabei: seine Teethermoskanne. Ob Rangierbahnhof Pankow oder die Verkehrsverbindung zum Eisern-Union-Stadion - durch all die Jahre weg bis zuletzt ging es um Pankow und Berlin, und ja, auch immer um die Familie. Nilson ist deutlich zu früh gegangen - und das nicht nur wegen seiner gerade mal 64 Jahre. Er fehlt.

 

 

Aufstehen und Handeln: Demokratie stärken

 

Für Demokratie zu stehen, darum geht es, immer und immer wieder. Dazu kann diese Wahl am 11. Februar die Richtung weisen, und für Pankow, Berlin und Deutschland ein wichtiges, ein klares Zeichen setzen. Ich wünsche mir, dass das erste bündnisgrüne Direktmandat aus Ostdeutschland weiterhin im Bundestag deutliche Spuren hinterlassen kann – dafür arbeite ich. 2021 lag ich mit 4 % und über 7.000 Stimmen vorne - das schafft sich nicht von alleine. Darum machen Bündnisgrüne Tag für Tag Wahlkampfstände, auf denen wir das Gespräch anbieten - oder auch einfach einen Flyer. Immerhin haben bereits über 60.000 Menschen die Briefwahl beantragt - eine sehr hohe Zahl, allerdings ist der Wahltag auch der letzte Tag der Winterferien.

 

So oder so: Viele engagieren sich nach „Potsdam“ um die Demokratie zu stärken - das ist wirklich stark, und hinterlässt sichtbare Spuren. Gut so. Beim Organisieren von und Dabeisein auf Demonstrationen, im verstärkten Engagement in Vereinen vor Ort, oder auch in den Parteien - es ist eine merkbare Unterstützung. Bei den Bündnisgrünen sind seit Jahresbeginn bundesweit weit über 2.000 Menschen eingetreten, 40 davon in Pankow. Das ist ein starkes Zeichen.


 

 

Und Neuigkeiten aus Pankow?

 

 

Bäume retten am S-Bahnhof Wollankstraße

 

Die Bauarbeiten für die neue Eisenbahnbrücke am S-Bahnhof Wollankstraße für eine neue Wartungsanlage von ICE und IC am ehemaligen Güterbahnhof Berlin-Schönholz haben begonnen. Allein hatte die Bahn die Anwohnenden nur bedingt informiert - viele waren oder fühlten sich uninformiert. Folgerichtig entstand die Initiative "Kahlschlag Wollankstraße". Auf meine Initiative hin kam es zu einer gemeinsamen Begehung mit Bahn und BI. Die Bahn startete dann früher als angekündigt mit den Bau- und Fällarbeiten, was zu Unmut und weiteren Gesprächen führte. Dank des gemeinsamen Engagements konnten nun zunächst vier zur Fällung vorgesehene Bäume, darunter eine der japanischen Zierkirchen, gesichert werden, die nun eingehaust wurden. Für die nächsten Schritte ist ein Begleitgremium mit Mitgliedern der Initiative sinnvoll, das habe ich u.a. bei der Bahn nun mehrfach angeregt. Dranbleiben ist angesagt.

 

 

Straßenfeger e.V. braucht neue Räumlichkeiten - Pankower Bezirksamt zum Handeln aufgefordert

 

Der Verein Straßenfeger e.V. setzt sich Tag für Tag für Menschen ohne Obdach ein und ermöglicht ihnen jedes Jahr mehr als 10.000 Übernachtungen - ein unverzichtbarer Dienst für die ganze Stadt. Der derzeitige Sitz der Notunterkunft in der Storkower Straße wird demnächst saniert, wie die Senatsverwaltung für Soziales - auf Nachfrage - mitteilte. Doch alternative Räumlichkeiten fehlen. Mit Helene Bond habe ich den Straßenfeger besucht, Helene ist für Bündnis 90/Die Grünen in der Pankower BVV. Nun hat sie mit einem Antrag das Pankower Bezirksamt aufgefordert, den Verein zu unterstützen: Mit der Überprüfung von bundes-, landes- oder bezirkseigenen Immobilien und auch durch einen Austausch mit Privateigentümern. Gut so! Falls es im hiesigen Lesendenkreis selbst eine Idee gibt: Schreibt mir gerne, es braucht schnell eine Lösung. Größere, unterteilte Gewerbefläche mit Bad - das wird gesucht.

 

 

 

KuBiz in Weißensee: Besuch bei "Bunte Kuh" & Trixiewiz e.V.

 

Das Jugendzentrum KuBiz in Weißensee beherbergt zahlreiche Beteiligungsprojekte, darunter die Jugendeinrichtung "Bunte Kuh" mit einem klaren Fokus auf politischer Bildung und Selbstverwaltung. Patrick Atzler, der Leiter dieser Einrichtung, traf sich vergangenen Dienstag mit mir. Ihn begleiteten zwei seiner Kolleginnen sowie die Projektleiterin von Trixiewiz e. V. - wir gingen viele Themen durch von Finanzierung bis Sanierung, vom Wirken für die offene Gesellschaft bis zum gemeinsamen Kochen.

 

 

 

Eine kleine Randnotiz: „Die Litfaßsäule“

 

Ich mag Litfaßsäulen. Aber.  Eine große Litfaßsäule aus Beton tauchte Mitte Dezember an der Ecke Heinrich Roller Str. und Prenzlauer Allee auf - voll in der Blickachse der abbiegenden Autos auf den nahenden Radverkehr auf dem Radweg… 😮

 


 

Beste Grüße

Stefan Gelbhaar



P.S.: Das Frauenzentrum Paula Panke e.V. sucht dringend eine*n Mitarbeiterin* für die Buchhaltung / Assistenz der Geschäftsführung im Bereich Finanzen. Das Projekt fördert Begegnung und die gegenseitigen Stärkung von Frauen aller Altersgruppen und jeder Herkunft. Außerdem wird Beratung, Bildung und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen sowie Schutz bei häuslicher Gewalt angeboten. Hier findet ihr die Ausschreibung

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