Wie aus Unfallopfern Täter*innen gemacht werden



Verkehrssicherheit kann nur entstehen, wenn die Gefahren sauber analysiert und die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Verkehrssicherheit und entspannter Verkehr kann nicht entstehen, wenn - zudem einseitig - einer Gruppe von auch noch verletzlicheren Verkehrsteilnehmer*innen per se und ungerechtfertigt die Schuld zugewiesen wird, und Forderungen nach einer Helmpflicht für Kinder, höheren Bußgeldern nur für Radfahrer usw. gefordert werden. In diesem Sinne habe ich in der Berliner Zeitung auf den Brief des Chefs der Senatskanzlei, Björn Böhning, geantwortet. Dieser hat seinerseits in der BZ nochmal nachgelegt, aber lest selbst.


BB: "Auch das Telefonieren am Steuer beispielsweise wurde geregelt. Die Hand gehört ans Lenkrad, nicht an die Tastatur. Vor diesem Hintergrund mutet es ziemlich absurd an, dass es für Radfahrer wenig vergleichbare Regeln gibt."

Tatsache ist: das Telefonieren ist sowohl im Auto als auch auf dem Fahrrad verboten, wenn keine Freisprechanlage genutzt wird.

BB: "Kopfhörer im Ohr, statt sich mit dem Ohr dem Verkehr zu widmen, gehört mittlerweile in Berlin zum Straßenbild. Auch hier kann durch weniger Musik oder Telefonieren auf dem Rad mehr Sicherheit für den Radfahrer selbst, aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer geschaffen werden."

Tatsache ist: das Musikhören ist sowohl im Auto als auch auf dem Fahrrad erlaubt, so lange die Lautstärke sonstige Verkehrsgeräusche nicht übertönt. #victimblaming

Zu meinem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung

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