Der öffentliche Raum und die kindgerechte Stadt: temporäre Spielstraßen als ein Mittel

Eine schöne Verknüpfung mit der Berliner Politik ist die Etablierung temporärer Spielstraßen. Mit Anfragen und Gutachten samt Dossier, bis hin zur Eröffnung der ersten temporären Spielstraße (Boeckhstr.) in diesem Sommer. Damit befeuern wir die Debatte um den öffentlichen Raum weiter, so auch in Vorträgen und Initiativen zur Parkraumbewirtschaftung. Ein Fortschritt deutet sich an, das BMVI will künftig mit den Kommunen dazu ins Gespräch kommen. Allein, dass die Umweltverbände nicht beteiligt werden sollen, macht stutzig.

 

 

Kinder brauchen sichere Räume zum Spielen im Freien. Temporäre Spielstraßen können als ein Baustein für die kindgerechte Stadt eingerichtet werden: In Gebieten mit unzureichendem oder unsicherem Spielraumangebot werden Kinder stärker verhäuslicht, spielen weniger im Freien, nehmen die Angebote im Kiez messbar weniger in Anspruch. Gleichwohl hat die Einrichtung von temporären Spielstraßen zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten geführt. Das hat in Berlin die Schaffung neuer temporärer Spielstraßen be- und verhindert. Dabei ist Einrichtung temporärer Spielstraßen kein Hexenwerk: 2017 wurde im Berliner Abgeordnetenhaus ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Das Gutachten zeigt klar, dass Spielstraßen schnell und unbürokratisch eingerichtet werden können. Im Oktober 2018 hat die Bundesregierung diese Einschätzung bestätigt.