Unterwegs vor Ort

Bereits seit drei Wochen tagt der Bundestag wieder regelmäßig mit dem Ende der Sommerpause. Während der sitzungsfreien Zeit und auch in den letzten Wochen besuchte ich wieder verschiedene Einrichtungen, Unternehmen und Feste in Pankow, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Hier ein paar Impressionen:


An den letzten Wochenenden besuchte ich das Panke Fest, den Rosenthaler Herbst und half beim Gießen von Bäumen nach einem weiteren viel zu trockenen Sommer. Leider reicht der Niederschlag nicht mehr aus, um unsere Stadtbäume mit ausreichend Wasser zu versorgen. Bis wir alternative Lösungen wie z.B. klimatisch angepasste Bäume, tiefere Pflanzgruben für junge Bäume oder Wassersäcke umgesetzt haben, hilft v.a. die Bewässerung über öffentliche Brunnen.


In Pankow-Heinersdorf informierte ich mich bei MfS Zweirad und Das RADhaus über die Zweiradwirtschaft vor Ort. Wir sprachen z.B. über Veränderungen der Infrastruktur und beim Kaufverhalten der Kunden sowie über Quereinsteiger im Verkauf, die zuvor in der Gastronomie tätig waren. Fazit: Es werden deutlich mehr Räder mit Elektroantrieb gekauft, sodass der Ausbau sicherer Radwege und gut geschützter Radabstellanlagen, wie das geplante Fahrradparkhaus am S-/U-Bahnhof Pankow, überfällig sind. Darüber hinaus hat der Fachkräftemangel in vielen Branchen auch mit den Arbeitsbedingungen zu tun. Diese gilt es zu verbessern, soll Abwanderung in andere Branchen verhindert werden.





Im südlichen Pankow besuchte ich das Familienunternehmen Spreewaffel und das Recycle-Lager Kunst-Stoffe. Die Hallen von Spreewaffel liegen bereits seit 1912 mitten im Kiez in der Thulestraße. Durch einen Generationenwechsel der Geschäftsführung vor 3 Jahren standen während der Gespräche v.a. die Verbindung von Denkmalschutz und Produktion regenerativer Energien, sowie die Neuausrichtung des Werksverkaufs zum Kiezladen im Vordergrund. Ebenfalls ein fester Bestandteil in Pankow ist Kunst-Stoffe, das v.a. für seinen Materialmarkt für gebrauchtes Holz, Metalle, Farben, Folien usw. im An-und Verkauf bekannt ist. Darüber hinaus bietet Kunst-Stoffe aber auch eine Werkstatt für den Lastenrad-Eigenbau, Repair Cafés und sogar Bildungsangebote an.



Gemeinsam mit der Pankower Sozialstadträtin, Dr. Cordelia Koch, machte ich mir Ende August selbst ein Bild von der Lage der Ausgabestation der Berliner Tafel im kirchlichen Begegnungszentrum in Berlin-Karow. Die Berliner Tafeln können mit Lebensmittel- und Sachspenden, Geldspenden sowie ehrenamtlicher Arbeit unterstütz werden. Um Armut direkt und schnell entgegenzuwirken, haben wir in der Bundesregierung im Jahr 2022 drei Entlastungspakete in Höhe von insgesamt rund 94 Milliarden Euro beschlossen. Neben Einmalzahlungen sehen diese Pakete bspw. Steuererleichterungen, die Umwandlung von Hartz IV in ein Bürgergeld, eine Wohngeldreform und eine Strompreisbremse vor. All dies hilft auch gegen strukturelle Probleme von Armut vorzugehen.