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Kubiz in Weißensee: Besuch bei "Bunte Kuh" & Trixiewiz e.V.



In meinem Wahlkreis existieren mehrere Jugendzentren, wenngleich sie noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind. Das KuBiz in Weißensee beherbergt zahlreiche Beteiligungsprojekte, darunter die antifaschistische, antirassistische und antisexistische Jugendeinrichtung "Bunte Kuh" mit einem klaren Fokus auf politischer Bildung und Selbstverwaltung. Patrick Atzler, der Leiter dieser Einrichtung, traf sich vergangenen Dienstag mit mir. Ihn begleiteten zwei seiner Kolleginnen sowie die Projektleiterin von Trixiewiz e. V.

 

"Trixie" ist eine migrantische und feministische Organisation, die emanzipatorische und herrschaftskritische Projekte umsetzt. Dabei werden Migrant*innen, insbesondere Frauen*, als Expert*innen einbezogen. Gemeinsam entwickeln sie politische und kulturelle Bildungsangebote für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen. Dabei entstehen Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung, und Prozesse des Selbst-Empowerment werden gefördert.


Die vier Engagierten schwärmen von ihrer Arbeit mit den Jugendlichen und Migrant*innen, kommen jedoch schnell auf die Herausforderungen zu sprechen. Die Projektförderung, die jedes Jahr neu beantragt werden muss, schafft Unsicherheit und erfordert Arbeitsaufwand. (Dies setzt sich natürlich auch in der Verwaltung fort, die die Anträge immer wieder bearbeiten muss.) Kürzungen in der Förderung erhöhen den Druck und verstärken Existenzängste. Trotz jahrelanger Etablierung der Projekte gibt es keine strukturelle Förderung.




 

Auch mit Fördermitteln vom Bezirk, Land oder Bund bleibt das Budget knapp. Die gestiegenen Betriebskosten aufgrund hoher Energiepreise muss das Projekt selbst tragen, da die Energiezulage vom Jugendamt zeitlich begrenzt war. Eine vernünftige Wärmedämmung würde die Energieeffizienz steigern und die Betriebskosten senken. Allerdings muss das KuBiz auch hierfür Mittel aus verschiedenen Fördertöpfen zusammentragen. Hier wäre eine kooperative Verwaltung wünschenswert, die soziale Projekte auf der Suche nach passenden Fördermitteln durch den Förderdschungel leitet.

 

Trotz finanzieller Einschränkungen wird es ab März eine "Küche für Alle" (KüfA) in der "Bunten Kuh" geben. Dank des langen Atems der Engagierten und vieler Eigenleistungen wurde die Küche ausgebaut und modernisiert. Ein neuer Sportraum sowie ein Atelier entstehen größtenteils in Eigenregie der Jugendlichen. Ein dringender Wunsch sind barrierefreie Zugänge zu den Räumen sowie Sicherheitsmaßnahmen wie eine Alarmanlage oder Fenstergitter.

 

Als linkes Kulturzentrum steht das KuBiz und seine einzelnen Projekte leider immer wieder im Fokus rechtsextremer Gruppen, die sich in der Nachbarschaft herumtreiben. Auch hier sind Verbesserungen nötig. Es darf nicht sein, dass Jugend- und Sozialarbeiter*innen, die demokratische Strukturen fördern und aufbauen, schutzlos den Feinden der Demokratie und offenen Gesellschaft ausgesetzt sind. Mein Dank und meine große Anerkennung gilt den Projektverantwortlichen und nicht zuletzt den Teilnehmer*innen. Ihre Leistungen müssen anerkannt mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Darin werde ich sie nach Kräften unterstützen.

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