UBA-Bericht: Hoher Nachholbedarf beim Klimaschutz im Verkehr



Die neusten Zahlen aus dem Umweltbundesamt über den CO2-Ausstoß im Jahr 2021 in Deutschland sind alarmierend. 148 Mio. Tonnen CO2 wurden vor allem im Straßenverkehr emittiert, daneben auch beim Schienen-, Flug- und Schiffsverkehr. Vor allem im Bereich Straßengüterverkehr liegen die Emissionen bereits über dem Vor-Corona-Niveau. Damit sind die Gesetzesvorgaben gerissen worden. Die klimaschädlichen Emissionen haben zugenommen statt abzuschmelzen. Die im Jahr 2021 mehr emittierten 3 Mio. Tonnen CO2 müssen nunmehr in den Folgejahren noch zusätzlich vermieden werden.


Verkehrsminister Wissing obliegt es laut Klimaschutzgesetz nun binnen vier Monate ein Maßnahmenpaket dazu vorzulegen, wie der Verkehrsbereich auf den gesetzlichen Klimaschutzpfad gebracht werden wird. Diese Zahlen sind eindeutig, sie lassen keinen Spielraum. Ein unverzügliches Handeln ist geboten. Das Ziel der Dekarbonisierung des Mobilitätsbereiches bis 2045, wie im Koalitionsvertrag verabredet, muss konsequent und ohne Zögern angegangen werden.


Was zunächst nach einer nur knappen Überschreitung aussieht, entpuppt sich zu einem riesigen Problem. Denn der Pfeil zeigt nach oben, dabei braucht es eine Trendumkehr. Laut Bundes-Klimaschutzgesetz waren für das Jahr 2021 nur 145 Mio. Tonnen CO2 an Emissionen vorgesehen, 2030 noch 85 Mio. Tonnen CO2. In diesen verbleibenden acht Jahren bis 2030 müssen die Emissionen massiv abgesenkt werden.